Toasterhase

Am 8.4.15 fand ein ganz besonderer heiliger Meatwoch statt. Während der Rest der verblendeten Welt während der Ostertage irgendwelchen Prozessionen nach ging in denen es darum geht die Leiden eines ans Kreuz genagelten Juden nachzuvollziehen, oder zu feiern wie dieselbigen aus Ägypten auswanderten (wird übrigens auch in Ägypten gefeiert), trafen sich die Carnonier in grosser Zahl um ein etwas archaischeres Ritual zu zelebrieren.

Es gibt Christen, Atheisten und wohl auch einen Juden in unseren Reihen, aber wir sehen es ein dass es manchmal von Vorteil ist sich den Nordischen Göttern zuzuwenden. Ich meine der eine “Gott” wird ans Kreuz genagelt, während der andere einen Hammer hält. Da erübrigen sich doch gleich sämtliche Fragen.

So könnte man den letzten Mittwoch als huldigung der germanischen Frühlingsgottheit Ostara bezeichnen (übrigens der Ursprung der Osterfeier). Deren heidnisches Symbol ist aus Gründen der Fruchtbarkeit der Hase, welcher für einen Carnonier natürlich auch zu der Gruppe der Speisekreaturen gehört. Da ein solcher Osterhase jedoch nicht genügend Nutzgewicht auf die Waage bringt, ergänzten wir unseren Speiseplan mit diversen stücken von Kuh, Schwein und der Keule eines Milchlammes. Für alle Unwissenden, Veganer und sonstige Ketzer die sich auf diese Seite verirrt haben, hier noch eine kurze Erläuterung: Als Milchlamm bezeichnet man ein Frühlingslamm, welches sich seinen Magen und somit auch sein zartes Fleisch, bis zur bekanntschaft mit dem Schlachtschussapparat noch nie mit solch schändlichen Dingen wie Grünzeug verdorben hat. Es ernährte sich bis dahin ausschliesslich von den tierischen Eiweissen seiner Mutter und wird stets direkt von der Zitze zur Schlachtbank gezerrt.

Soviel zur Theorie. Unser Festmahl wurde mit einer spontanen freestyle-Marinade bestrichen (eigentlich eine Lasur), absolvierte die ersten 45min. im Gasgrill um anschliessend im Smoker während einer weiteren Stunde niederzugaren. Während der Garzeit eignet es sich wahlweise Whiskey oder Bier zu trinken, eine gute Kubanische Zigarre zu rauchen welche vom Tempelvorsteher gesponsert wurden, und über verschiedenste Randgruppen herzuziehen z.B. politische Hardliner, religiöse Fanatiker, Hipster, Langzeitstudenten, Franzosen und Vegetarier.

So verging die Zeit im fluge und Meister Lampe hatte sich eine knusprige Bräune zugelegt. Rasch zerlegt und aufgeteilt konnte sich jeder über die Teile hermachen die einem am meisten zusagten und die Bierdeckelsammlung vorantreiben. So zog sich das muntere Treiben bis in die späte nacht hinein.

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